Tipps für Sport im Winter: Training-Tipps für Outdoor-Sportarten

avatar-Lucille GermainMit Unterstützung von Lucille Germain

Der Winter bringt besondere Herausforderungen für alle mit, die gerne draußen Sport treiben: extreme Temperaturen, rutschige Untergründe, kürzere Tage und somit auch weniger Zeit, um sich sportlich zu betätigen. Doch das hält enthusiastische Sportler noch lange nicht vom Training ab. Mit der richtigen Vorbereitung kannst du nicht nur problemlos weiter trainieren, sondern auch die einzigartigen Winterlandschaften genießen. In diesem Artikel von NNormal geben wir dir die Best Practice mit an die Hand, damit du deinen Outdoor-Sport auch im Winter aktiv und sicher durchziehen kannst.

Die richtige Kleidung für Sport im Winter: Setze auf das Zwiebelprinzip

Eine der größten Herausforderungen, die das Ausüben von Sport im Winter mit sich bringt, ist der Umgang mit der Kälte. Die effektivste Lösung ist das Tragen mehrerer Kleidungsschichten, mit denen du deine Körpertemperatur regulieren und dich vor Wind und Feuchtigkeit schützen kannst. So kleidest du dich optimal:

Basisschicht: Wähle eine Basisschicht, die Feuchtigkeit aufnimmt. Hier eignen sich sowohl Merinowolle als auch technische Materialien, die speziell dafür entwickelt wurden, Schweiß schnell abzuleiten. Diese halten dich trocken und verhindern, dass du durch kalten Schweiß auskühlst, wenn du mal langsamer unterwegs bist. Ein perfektes Beispiel dafür sind unsere Merinowolle-Shirts.

Zwischenschicht: Diese Schicht sorgt für Wärmeisolation. Setze auf eine Schicht, die deine Körperwärme speichert, wie zum Beispiel ein Fleece oder eine leichte Daunenjacke. Unsere Empfehlung: die warme Aktiv-Sportjacke von NNormal.

Außenschicht: Die äußere Schicht sollte dich vor Wind, Regen oder Schnee schützen. Jacken mit wasserdichten und atmungsaktiven Membranen, wie GORE-TEX, sind ideal für winterliche Bedingungen. Die Trailrunning Regenjacke von NNormal ist speziell für den Trail gemacht und bietet maximale Bewegungsfreiheit und Komfort, um dich bei schwierigen Wetterbedingungen optimal zu unterstützen.

Wichtig ist, dass du dich nicht von Anfang an zu warm anziehst. Während du läufst oder aktiv bist, erzeugt dein Körper Wärme, daher ist es besser, nicht zu dick eingepackt zu starten. Zu viel Wärme kann zu Unwohlsein, Dehydrierung und letztlich zu schlechteren Bedingungen für den Sport führen.

Ein gutes Aufwärmen ist unerlässlich

Bei Kälte sind die Muskeln oft steifer, was das Verletzungsrisiko erhöht. Ein gründliches Aufwärmen ist bei Sport im Winter daher unerlässlich. Bevor du mit dem Outdoor-Training beginnst, solltest du dir also 10 bis 15 Minuten Zeit für Mobilitätsübungen und dynamisches Dehnen nehmen. Dies wird deine Durchblutung fördern und bereitet Muskeln und Gelenke auf die Bewegung vor.

Gutes Aufwärmen bereitet dich nicht nur körperlich vor, sondern hilft auch, dich mental auf die winterlichen Herausforderungen einzustellen und die sportliche Aktivität mit der nötigen Wärme und Motivation zu beginnen.

Plane deine Route und Trainingszeit gut

Im Winter sind die Tage kürzer und das Wetter kann sich schnell ändern. Deshalb ist es wichtig, deine Routen und Trainingszeiten sorgfältig zu planen. Hier einige Tipps:

Wähle bekannte Routen: Bei winterlichen Bedingungen solltest du am besten Strecken laufen, die du gut kennst. Schnee oder Eis können die Orientierung erschweren. Wenn du die Route schon kennst, kannst du schwierige Stellen besser umgehen.

Überprüfe das Wetter: Schau dir vor deinem Lauf den Wetterbericht an, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Bei starkem Schneefall oder Wind solltest du dein Training verschieben oder einen anderen Ort wählen.

Trainiere tagsüber: Plane deine Trainingseinheiten so, dass dir das Tageslicht und die damit verbundene Wärme in die Hände spielt. So vermeidest du die tieferen Temperaturen nach Sonnenuntergang und senkst das Risiko, die falsche Route einzuschlagen.

Sicherheitsausrüstung mitnehmen: Wenn du in abgelegenen oder bergigen Gegenden trainierst, solltest du immer ein Smartphone oder ein GPS-Gerät dabei haben und jemanden über deine Route informieren.

Ernährung und Flüssigkeitszufuhr beim Sport im Winter

Kälte kann das Durstgefühl verringern, aber es ist entscheidend, auch im Winter gut hydriert zu bleiben. Auch wenn du im Winter weniger schwitzt als im Sommer, verliert dein Körper weiterhin Flüssigkeit, besonders wenn du in höheren Lagen oder sehr kalten Klimazonen trainierst. Behalte daher stets im Hinterkopf:

Wasser mitnehmen: Verwende Flaschen oder Trinkrucksäcke mit Thermoisolierung, um zu verhindern, dass das Wasser einfriert.

Energieliefernde Snacks: Im Winter verbraucht dein Körper mehr Energie, um sich warmzuhalten. Achte daher darauf, während langer Trainingseinheiten Snacks zu dir zu nehmen, die reich an Kohlenhydraten und gesunden Fetten sind. Energieriegel, Nüsse oder Sportgele sind praktische Optionen.

Heiße Getränke: Nimm nach Möglichkeit einen Thermobecher mit warmen Getränken wie Tee oder Brühe mit. Diese sorgen nicht nur für Flüssigkeitszufuhr, sondern spenden auch Wärme und geben dir einen zusätzlichen Energieschub.

Schutz für Haut und Augen

Kälte, Wind und Sonneneinstrahlung können beim Training negative Auswirkungen auf deine Haut und Augen haben. Auch im Winter bleibt die UV-Strahlung stark, vor allem in den Bergen, wo der Schnee das Sonnenlicht reflektiert und die Strahlung verstärkt. Vergesse daher nicht, folgenden Schutz mitzunehmen:

Sonnencreme: Verwende wasserfesten Sonnenschutz auf den freiliegenden Hautstellen wie Gesicht und Hals. Lippenbalsam mit UV-Schutz hilft, rissige Lippen zu verhindern.

Sonnenbrille: Eine Sonnenbrille schützt nicht nur vor Sonnenstrahlen, sondern auch vor Wind und Schnee, die die Augen reizen können.

Hautpflege: Trage eine Feuchtigkeitscreme auf, um deine Haut vor dem Austrocknen und vor Rissen durch die Kälte zu schützen.

Spezielle Ausrüstung für Outdoor-Sport im Winter

Neben der passenden Kleidung ist das richtige Equipment für das Wintertraining entscheidend. Hier sind einige wichtige Empfehlungen:

Schuhe mit gutem Grip: Auf schneebedeckten oder vereisten Wegen brauchst du Trailrunning-Schuhe mit hervorragendem Grip. Du kannst auch leichte Spikes an deinen Schuhen befestigen, um mehr Halt auf rutschigem Untergrund zu haben.

Thermozubehör: Handschuhe, Mützen und Thermosocken sind essenziell, um deine Extremitäten warmzuhalten und Wärmeverlust zu verhindern. Ein Schlauchtuch oder Halswärmer ist ebenfalls nützlich, um dein Gesicht vor Wind zu schützen.

Stirnlampe: Wenn du bei Dämmerung, schlechter Sicht oder im Morgengrauen trainierst, trage immer eine Stirnlampe, um deinen Weg auszuleuchten. Achte darauf, dass die enthaltene Batterie kälteresistent ist und ausreichend geladen ist, da niedrige Temperaturen die Lebensdauer der Batterie verkürzen können.

Höre auf deinen Körper und passe dein Training an

Der Winter ist nicht die beste Zeit, um persönliche Bestleistungen aufzustellen. Statt dich beim Outdoor-Sport im Winter zu sehr zu fordern, ist es wichtig, auf die Signale deines Körpers zu hören. Wenn du stark frierst, erschöpft bist oder Anzeichen einer Unterkühlung verspürst (starkes Zittern, Orientierungslosigkeit oder extreme Müdigkeit), halte sofort an und suche Wärme oder Hilfe. Einige wichtige Anpassungen, die du berücksichtigen solltest:

Tempo reduzieren: Die Beschaffenheit des Geländes (Schnee oder Eis) zwingt dich möglicherweise dazu, langsamer zu laufen. Sorge dich nicht um das Tempo, sondern konzentriere dich darauf, deine Technik beizubehalten.

Stärke deine Grundlagen: Nutze den Winter, um an deiner Grundkraft und Ausdauer zu arbeiten. Krafttraining im Innenbereich oder kurze, intensive Trainingseinheiten im Freien helfen dir, deine Fitness aufrechtzuerhalten, ohne dich zu lange der Kälte auszusetzen.

Trainiere tagsüber: Plane deine Trainingseinheiten so, dass dir das Tageslicht und die damit verbundene Wärme in die Hände spielt. So vermeidest du die tieferen Temperaturen nach Sonnenuntergang und senkst das Risiko, die falsche Route einzuschlagen.

Outdoor-Sport im Winter kann eine echte Challenge sein, aber mit der richtigen Vorbereitung kannst du deine Fitness verbessern und die Winterlandschaften auf dich wirken lassen. Das Wichtigste ist, dich gut vorzubereiten: Kleide dich nach dem Zwiebelprinzip, wärme dich gut auf, wähle geeignete Routen, halte dich hydriert, checke den Wetterbericht und nutze das passende Equipment. Mit diesen Tipps holst du das Beste aus deinem Outdoor-Training, auch bei frostigen Bedingungen. So wird dich der Winter nicht aufhalten, sondern motivieren!

Photography: Nick Danielson

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